Wieviel Streit in der Beziehung ist eigentlich normal?

Wieviel Streit in der Beziehung ist eigentlich normal?

Oft - selten - nie?

Wieviel Streit in der Beziehung ist eigentlich normal?

Beschuldigungen, laute Stimmen und Türenknallen. Streit in Beziehungen kann so ziemlich jedes Thema betreffen: Hausarbeit, Finanzen, Erziehung und auch banale Kleinigkeiten. Aber wie viel Streit kann eine gesunde Beziehung vertragen? Wir verraten dir, wie du mit Auseinandersetzungen richtig umgehst und wie streiten sogar deine Beziehung stärken kann.
 

Streiten ist nicht immer schlecht

Eine Beziehung ohne Streit ist eine Wunschvorstellung. Wenn du Streit um jeden Preis vermeiden möchtest, wirst du höchstwahrscheinlich deine eigenen Wünsche und Bedenken verdrängen. Das führt zu jeder Menge Frust und unausgesprochenen Differenzen. Je länger du dich zurückhältst, desto schwieriger wird es, Probleme aus der Welt zu schaffen.

Experten haben inzwischen herausgefunden, dass in glücklichen und starken Beziehungen einmal pro Woche gestritten wird. Dabei sollte ein Raum für Diskussionen geschaffen werden, indem du und dein Partner auch einmal laut werden könnt und euch anschließend aber auch wieder versöhnt. Harmonische Momente sollten aber in der Summe überwiegen, damit die Liebe zwischen euch wachsen kann.

 

Konstruktiv statt aggressiv

Gehst du mit dem Ziel in einen Streit, um für eure gegensätzlichen Anliegen eine Lösung oder einen Kompromiss zu finden, kannst du ruhig öfter streiten. Wenn dich etwas stört, ist es wichtig, konkrete Beispiele oder Situationen anzuführen, damit dein Partner auch wirklich versteht, was du ihm sagen möchtest. Außerdem helfen Ich-Botschaften, in denen du klar kommunizierst wie es dir in konkreten Situationen geht.

Vermeide unbedingt Floskeln wie „nie machst du“ oder „immer muss ich“. So fühlt sich dein Partner kritisiert und angegriffen und wird schnell in die Abwehrhaltung wechseln. Achte darauf, auch selbst Fehler einzugestehen, Kompromisse anzubieten und dich zu entschuldigen. Wenn du dazu neigst, deinen Partner niederzuquasseln, dann sorge dafür, dass auch er die Chance bekommt zu argumentieren und seine Bedürfnisse zu äußern. Schließlich sollte das Ziel die Stärkung eurer Beziehung sein und nicht das Aufdrängen deines Anliegens.

Befolge außerdem allgemeine Gesprächsregeln. Lasse deinen Partner ausreden, höre ihm dabei auch zu und führe jedenfalls den Streit zu Ende. Davonlaufen und die Tür zuknallen löst leider keine Probleme.

 

Lohnt sich der Streit?

Bevor du in eine offene Konfrontation gehst, solltest du dir überlegen, ob ein Streit wirklich begründet ist und worum sich der Streit eigentlich dreht. Manchmal sind es Kleinigkeiten die dich in Rage versetzen, etwa wenn er anstelle den Müll rauszubringen versucht, die Schwerkraft auszutricksen und einen Turm baut, der jeden Statiker eifersüchtig macht.

Ist es also wirklich der Müll der dich stört oder fühlst du dich allgemein in der Beziehung vernachlässigt? Manchmal werden auch Probleme, wie etwa Stress im Job auf den Partner projiziert und so ungerechtfertigt Frust abgebaut. Überlege dir deshalb im Vorfeld, was das eigentliche Problem ist und ob ein Streit zu einer Lösung führt.

 

Ein Vorbild sein

Falls in deiner Beziehung auch Kinder Zeugen von Auseinandersetzungen sind, ist es wichtig ihnen zu zeigen, dass man sich nach einem Streit auch schnell wieder versöhnen kann. Außerdem sollten sie sehen, wie man respektvoll mit seinem Partner umgeht.

Wenn du also richtig streitest, besteht kein Grund zur Sorge. Du stärkst sogar deine Beziehung!

 

Foto: SuperStock / Getty Images

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