Die 12 größten Mythen und Irrtümer über den Eisprung

Die 12 größten Mythen und Irrtümer über den Eisprung

Gefährliches Halbwissen

Die 12 größten Mythen und Irrtümer über den Eisprung

Ja, jede Frau im gebärfähigen Alter hat einen Zyklus. Über den weiblichen Zyklus kursiert sehr viel gefährliches, aber auch wirklich lustiges Halbwissen. Es wird getuschelt und gemunkelt. Spekuliert und diskutiert. Dabei ist eine schlauer als die andere. Glaube nicht alles, was du hörst. Wir räumen hier mit den häufigsten Zyklus-Mythen auf.
 

Mythos Nr.1:
Frauen, die Leistungssport treiben, haben keinen Eisprung

Höchstens, wenn sie zu viel Testosteron schlucken. 😉 Zu viel und extremer Sport steigert die Fruchtbarkeit nicht unbedingt, aber ein Eisprung findet trotzdem statt. Nur weil eine Frau ein paar Muckis mehr hat, mutiert sie nicht gleich zum Mann.
 

Mythos Nr. 2:
Es sind mehrere Eisprünge innerhalb eines Zyklus möglich

Ja. Zweieiige Zwillinge sind das perfekte Beispiel dafür. Mehrere Eisprünge innerhalb eines Zyklus sind allerdings selten. Genau wie zweieiige Zwillinge. Tatsächlich können die Eizellen sogar von unterschiedlichen Spermien befruchtet werden. Es gibt tatsächlich Zwillinge, die verschiedenen Hautfarben haben.

 

Mythos Nr. 3:
Einige Frauen spüren ihren Eisprung

Ja. Es gibt tatsächlich Frauen, die ihren Eisprung spüren. Das Phänomen heißt Intermenstrualschmerz oder Mittelschmerz. Er kann mehrere Tage vor dem Eisprung auftreten. Der Schmerz wird durch den vergrößerten sprungreifen Follikel ausgelöst. Und tatsächlich können die Schmerzen recht stark sein.
 

Mythos Nr. 4:
Der Eisprung findet alle 14 Tage statt

Nein. Dieser Mythos hält sich hartnäckig, wie Kaugummi im Haar. Tatsächlich variiert der Tag des Eisprungs individuell. Der Eisprung findet etwa 10 bis 16 Tage vor dem Einsetzen der Menstruation statt. Denn die Zykluslängen können nämlich zwischen 23 und 35 Tagen betragen.

 

Mythos Nr. 5:
Der Coitus Interruptus ist sicher

Der Coitus Interruptus ist wohl die älteste bekannte Verhütungsmethode. Unterbricht der Mann vor der Ejakulation dem Sexakt, wird eine Frau nicht schwanger. Klar. Klingt einleuchtend, oder? Wir klären auf: Menschen, die diese Verhütungsmethode praktizieren, nennt man Eltern. Diese Methode funktioniert schlicht und ergreifend nicht. Spermien können auch schon partiell vor der Ejakulation ausschwärmen. Ein Mann kann seine Spermien schließlich nicht einzeln kontrollieren.

 

Mythos Nr. 6:
Am Tag des Eisprungs wird man garantiert schwanger

Das ist nur bedingt richtig. Eine Garantie für eine Schwangerschaft gibt es nicht. Nicht jede Eizelle kann befruchtet werden oder nistet sich erfolgreich ein. Bei manchen Frauen kann es sogar Jahre dauern, bis sie schwanger werden. Andere Frauen wiederum werden beim bloßen Anblick eines Penis schwanger.

 

Mythos Nr. 7:
Sex während der Periode ist sicher

Nur, wenn ihr während der Periode verhütet. Spermien sind nämlich echte Überlebenskünstler und können in Gebärmutter und Eileiter bis zu acht Tage überleben. Falls der Zyklus unregelmäßig sein sollte, haben die kleinen Jungs nicht vergebens ausgeharrt. Dann ist nämlich Babyparty-Alarm angesagt.

 

Mythos Nr. 8:
Die Temperaturmethode ist eine sichere Verhüttung

Misst Frau am Morgen direkt nach dem Aufstehen die Temperatur, zeigt diese den Eisprung an. Nach dem Eisprung steigt die Körpertemperatur nämlich um ein halbes Grad an. Mithilfe der Temperaturkurve lassen sich so die fruchtbaren Tage bestimmen. Super, oder? Doch diese Methode funktioniert nur bedingt. Aufstehen oder zu viel Bewegung können die Temperatur bereits verändern. Auch Krankheiten können die Messergebnisse verfälschen. Wichtig ist es, immer um die gleiche Zeit und an derselben Körperstelle zu messen. Das erfordert strikte Disziplin und Ordnung. Diese Methode eignet sich also eher für Frauen, die gerne schwanger werden wollen, um ihren Eisprung einzugrenzen.
 

Mythos Nr. 9:
Nach Absetzen der Pille wird Frau nicht so schnell schwanger

Falsch. Nach dem Absetzen der Pille kann eine Frau theoretisch sofort schwanger werden. Es kommt auf die Pille an und darauf, wie schnell sich der natürliche Zyklus einstellt. Zwar haben einige Frauen nach dem Absetzen der Pille mit einem unregelmäßigen Zyklus zu tun, das muss aber nicht so sein.

 

Mythos Nr. 10:
Eine Frau, die stillt, kann nicht schwanger werden

Ach, wenn das Leben so einfach wäre … Tatsache ist: Das Milchbildungshormon Prolaktin kann den Eisprung hemmen. Je öfter am Tag eine Mutter ihr Baby stillt, desto mehr Prolaktin wird ausgeschüttet. Kommt es allerdings zu längeren Verzögerungen der leckeren Milchmahlzeit, kann sich der Prolaktingehalt reduzieren. Und dann kann auch ein Eisprung die Folge sein. Auch wenn du stillst, solltest du ab Ende des Wochenflusses über eine sichere Verhütung nachdenken.

 

Mythos Nr. 11:
Auf die Sexstellung kommt es an, damit Frau schwanger wird

Klar, wer während eines Handstands Sex hat, wird sofort schwanger. Nein, irgendwelche verrückten Sexstellungen funktionieren nicht wirklich. Sind aber lustig. Ob eine Frau schwanger wird, hängt von ganz anderen Faktoren ab. Doch eine verrückte Sexstellung kann sicherlich nicht schaden.

 

Mythos Nr. 12:
Ein Ovulationstest zeigt einen Eisprung an

Ja, ein Ovulationstest funktioniert ähnlich wie ein Schwangerschaftstest: Er reagiert auf den Anstieg bestimmter Hormone im Urin. Beim Ovulationstest wird das sogenannte luteinisierende Hormon, LH-Hormon, gemessen. Die Teststreifen geben aber nur eine grobe Orientierung. Zeigen die Teststreifen ein positives Ergebnis an, dann mal ran an den Mann.
 

Foto: Westend61 / Getty Images

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