Germany’s Next Topmodel: Der Anfang vom Ende

Germany’s Next Topmodel: Der Anfang vom Ende

Germany’s Next Topmodel: Der Anfang vom Ende

Es war die pure Langeweile mit ganz wenigen Lichtblicken. Das Tief von Germany’s Next Topmodel will kein Ende nehmen und selbst nach der katastrophalen letzten Staffel haben sich die Macher rund um Modelmama Heidi nicht viel einfallen lassen. Aber mal von ganz am Anfang.

Staffel 9 schlägt es bereits und man möge meinen, die Verantwortlichen hinter Deutschlands erfolgreichster Modelsendung haben ihre Köpfe nach dem desaströsen letzten Jahr zusammengesteckt und sich was einfallen lassen, aber denkste… Viel mehr als reichlich unnötiges Theater ist ProSieben nicht eingefallen. Ein paar Dumm-Dumm-Interviews zu Beginn der Sendung und wir wussten alle, worauf das wieder hinauslaufen wird: IQ möglichst niedrig halten.

Die Jury

Heidi ist auch nach neun Jahren dauer-gut gelaunt, philosophiert, was das Zeug hält und darf wie in der letzten Staffel alles kommentieren (ohje…diese Stimme…).
Was wir lustig fanden: Unser Thomas („Aufgeregt? C’mon“) hat wohl so überhaupt keinen Prominenten-Status mehr. Er wird von der bayrischen Kandidatin Franziska gar nicht erkannt. Dabei holte er sie höchstpersönlich im Gasthaus ab, in der sie bedient. Auch sonst legt sich Herr Hayo mächtig ins Zeug, verkleidet sich sogar als Cowboy um eine weitere Dame abzuholen. Ist ja schließlich auch bald Fashing.
Neu und durchaus positiv aufgefallen: Wolfgang Joop. Zwar erahnt man unter der Botox-Haut nicht einmal den Hauch einer Emotion, dennoch: Der Herr weiß, wovon er spricht! Seine Worte sind gut gewählt, unterhaltsam, aber nie anstößig und immer auf den Punkt, ein Profi durch und durch. Auch wenn sein Unvermögen, auch nur einen einzigen deutschen Satz zu sprechen ohne ihn mit englischen Phrasen zu beschmücken, auf Dauer wirklich nervtötend sein kann.

Die Kandidatinnen

Ein bisschen Erinnerungswertes brachte zunächst Betty: Seit 11 Jahren im Kinderheim! Meine Güte! Aber dass das gar nicht schlimm ist, versicherte Heidi in jedem zweiten Satz (dass das auch bloß jeder checkt! Ist echt total harmonisch da.). Und die unnötig-dramatisch Schiene wurde auch konsequent weitergefahren. Die nächste Kandidatin schleppt dann noch tatsächlich ihren 2-jährigen Sohn mit auf die Bühne. Muss das sein? Dann – nach einer gähnend ätzenden ersten halben Stunde – haben wir endlich TRASH! Eine Kandidatin à la „Weil ich hab noch den Vorteil, dass meine Beine ganz lang sind und ich glaube ich verdiene den Job. Bin ja schon fast nackt und kann auch Bauchtanz.“ Leider haben wir hier den Namen vergessen. Aber er fällt uns bestimmt wieder ein, wenn wir sie in ein paar Jahren im Dschungel sehen.
Besonders geil fanden wir auch Natalie. Weil: Natalie war schon in Mailand. Man muss wissen, sie hatte auch schon Castings in Mailand. Weil, sie war auf jeden Fall schon in Mailand. Natalie kann auch schauspielern und war in Mailand. Wir befürchten, wir werden leider von Mailand und der ziemlich von sich eingenommenen Kandidatin noch viel hören.

Die Aufgaben

Absolut nichts Neues – und das ist es, was das Format so sterbend langweilig macht. Die gleichen Challenges, die gleichen Aufgaben: Fotoshoots, Laufsteg (oder neuerdings „Laufsteak“) und ein bisschen Reisen. Diesmal ging es ab ins ferne Asien. Hier gab es dann einige Aufregungen um die Themen Rassismus (Aminata findet es eine asoziale und rassistische Aussge, als Franzi die Behauptung aufstellt, dass Heidi wohl nur eine der drei farbigen Models mit ins Finale nehmen wird und sie es damit besonders schwer haben) und Tattoos (Nancy fällt plötzlich ein: Sie hat ja den ganzen Bauch zutattoowiert, es aber noch niemandem gezeigt) wurde aber alles unter vielen, VIELEN Tränen dann auch wieder geklärt.

Total subtil angesprochen wurde übrigens…

…das Thema Ernährung und Essen. Gleich zwei Mädels auf dem Laufsteg, die zu dünn waren und nach Hause geschickt wurden (komischerweise wird fünf Minuten später eine Kandidatin weitergelassen, die vom Körperbau nicht viel anders aussieht; was interessieren mich auch meine Worte von eben…). Nebenbei sieht man Heidi Döner und Leberwurstbrot herunterschlingen. Hauptsache, wir haben jetzt ein Dauer-Kritikthema kurz angeschnitten und gleich wieder abgelegt.

Erkenntnisse des Tages

Zunächst einmal: Ja, in Asien gibt es tatsächlich Länder, auch wenn nur einige ganz wenige der Mädels das gewusst haben. Noch weniger wussten übrigens, wo (und was überhaupt) Singapur ist. Hilfe! Da werden wir noch eine Menge schlechte Haupt- und Nebensätze hören. Zu aufgesetzt, zu theatralisch (Hallo? Gab es schon jemals deutlicheres Productplacement im deutschen Fernsehen??) ohne Authentizität und ohne das gewisse Etwas. Wer von der letzten Staffel schon das Grauen bekommen hatte, sollte hier gar nicht erst einschalten, es sei denn, man braucht ganz dringend Schlaftabletten. Wir sind dennoch gespannt auf die nächste Folge, vielleicht schaffen die Klum und Co. doch noch das Achte Weltwunder und geben der Sendung ihren Hype zurück.

Foto top: wikipedia.de


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