Runtastic Results – Fit in 12 Wochen

Runtastic Results – Fit in 12 Wochen

Der AJOURE´ Test

Runtastic Results – Fit in 12 Wochen

Hält das Versprechen von Runtastic Results?

Weihnachten ist lange vorbei, der Winterspeck hält sich hartnäckig und die guten Fitness-Vorsätze für das neue Jahr liegen brach in der Ecke? Dann kannst du entweder viel Geld für ein professionelles Sportstudio ausgeben; oder du probierst dich an der Fitness-App Runtastic Results, die dich in nur drei Monaten auf Vordermann bringen will. Wir haben uns die Werbeversprechen von Runtastic angeschaut und den Selbsttest gemacht.

Was ist das nur für ein Tier, dieser Schweinehund? Vor fast jeder unangenehmen Aufgabe steht dieses Mischwesen vor unserer Tür und drängt uns zurück auf die Couch. Vor jeder neuen Herausforderung scheint der Schweinehund auf uns zu liegen und jedes Vorankommen tonnenschwer zu unterbinden. Gerade wenn es darum geht, den eigenen Körper von überflüssigen Pfunden und kleineren Schwachstellen zu befreien, gibt sich der Schweinehund ganz besonders große Mühe, nicht überwunden werden zu können. Mal tritt er in Form von schlechten Wetter auf, mal ist er ein Kratzen im Hals, das jede sport-liche Aktivität hinten anstellt. Fies. Um dem unangenehmen Prokrastinations-Monster ein wenig seines Schreckens zu nehmen, haben die Fitness-Experten von Runtastic eine App entwickelt, die dir einen genauen Zeitplan in die Hand drückt: 12 Wochen – mehr braucht das Handyprogramm nicht, um dich auf Vordermann zu bringen.
 

 

Die kostenlose Fitness-App mit dem teuren Fitnessplan

Der Anfang ist schnell gemacht: Auf den beliebtesten mobilen Betriebs-systemen Android und iOS lädst du dir Runtastic Results in wenigen Minuten auf dein Smartphone oder das Tablet. Nach einer kurzen Anmeldung kann es theoretisch losgehen; doch bereits nach dem Start zeigt sich das erste Manko des mächtigen, mobilen Fitnesstrainers – ohne den Einsatz von Geld funktioniert die App kaum. Zum Testzeitpunkt (Dezember 2015) kostet jede Woche 2,33 Euro; wenn du dich direkt für eine langfristige Beziehung mit dem technik-affinen Drill-Instructor entscheidest, bezahlst du nur 1,17 Euro in der Woche. Dennoch gehört Runtastic Results zu den teureren Sport-Programmen. Knapp 60 Euro im Jahr sind zwar wesentlich weniger als die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio, doch dafür erhält man auch keine Shakes, keine modernen Geräte und nur rudimentäre Beratung. Egal, wir lassen uns nicht abschrecken und entscheiden uns für die wöchentliche Zahlung. Immerhin wollen wir sehen, was sich in den versprochenen zwölf Wochen an uns verändert.

Nachdem wir die Anmeldung hinter uns gebracht haben, inklusive Abfrage der körperlichen Konstitution, müssen wir einen ersten Sporttest hinter uns bringen. Anhand verschiedener Übungen werden die einzelnen Körperzonen abgefragt.

Mit dieser Überprüfung erstellt Runtastic Results einen 12-Wochen-Plan, der uns fordern und gleichzeitig fördern soll. Ein genauerer Blick darauf entblößt unsere offensichtlichste Schwachstelle – den Bauch. In den nächsten Wochen steht dieser also besonders im Fokus und soll wieder zu dem gemacht werden, was er vor der Weihnachtszeit war – oder gern sein wollte. Kleiner Tipp: Runtastic fragt dich nach jedem Workout, wie anstrengend es für dich war. Unserer Meinung nach kannst du hier ruhig ein wenig aufs Gas drücken und nach schwereren Übungen verlangen. Gerade am Anfang führt dich Runtastic Results langsam an die Belastungsgrenze heran. Wenn du früher schon einmal Sport gemacht hast, wird dich die App zu Beginn unterfordern – trotz des anfänglichen Tests.
 

Runtastic Results App

 

120 Übungen für Anfänger und Profis

Langweilig wird dir mit der Fitness-App ganz sicher nicht. Runtastic Results beinhaltet insgesamt 120 Übungen, die dir nach und nach vorgestellt werden. Super finden wir, dass die Übungen nicht nur per Text erklärt, sondern auch mit einem Video vermittelt werden. Falsche Haltung, Fehlstellungen oder gar schmerzhafte Ersterfahrungen können so vermieden werden. Etwas negativ: Wenn du eine Übung noch nie gemacht hast und unterwegs Lust auf Sport hast, muss du dein mobiles Internet nutzen, um das hochauflösende Anleitungsvideo runterzuladen. Oder du setzt dich einmal zuhause hin und lädst in Ruhe alle Videos auf dein Smartphone oder Tablet. Wir mochten die Videofunktion besonders ab der achten Woche, als die Übungen komplexer wurden und die Konzentration bei höherer Anstrengung etwas nachließ. Alle Übungen von Runtastic Results gehören zu den Bodyweight-Exercises. Das bedeutet, dass keine zusätzlichen Geräte benötigt werden, um das Training durchzuführen. Wenn ihr funktionierende Arme und Beine besitzt, habt ihr alle Anforderungen der App erfüllt – einfacher geht es nun wirklich nicht. Die einzelnen Workouts des mobilen Fitness-Trainers nehmen zwischen 15 und 45 Minuten in Anspruch. Allerdings hängt das auch von jedem Sportler ab. Die Warm-Up und Stretch-Phase kann man auslassen und sich direkt den hochintensiven Körperübungen widmen.

Nun aber zu der entscheidenden Frage: Bringt Runtastic Results die titelgebenden Resultate oder ist die App nur heiße Luft? Das ist nicht so einfach zu beantworten. Wir haben uns strikt an den individuellen Trainingsplan der App gehalten und sind einigermaßen überzeugt: Unser Bauch, die zuvor als größte Schwachstelle ausgemachte Körperpartie, ist definitiv einen großen Schritt nach vorne gesprungen. Gerade die störenden Ausbeulungen an den Seiten des Bauchs sind kleiner und unsere Bauchmuskeln fühlbarer geworden.

Dennoch kann die App keine Wunder vollbringen. Wer im Berufsleben steht und nicht jeden Tag die Zeit und Muse hat, sich auch noch gesund und ausgewogen zu ernähren, wird in den zwölf Wochen keine “Bodytransformation” erleben, wie es Runtastic selbst so gern bezeichnet. Die App bleibt trotzdem auf dem Smartphone. Wir haben im Portfolio von Runtastic eine Vielzahl von Übungen entdeckt, die wir auch in Zukunft immer wieder durchführen wollen.
 

Fazit zu Runtastic Results

Runtastic Results ist eine klasse Fitness-App, die jedoch den richtigen Partner benötigt. Wenn du bereit bist, wöchentlich Geld für eine mobile Anwendung zu bezahlen und dich strikt an einen Trainingsplan halten willst, ist die App ideal, um erste Erfolge zu feiern. Wenn du jedoch intensiv an besonderen Körperpartien feilen willst und bereits erweiterte Kenntnisse im Bereich Fitness vorweisen kannst, solltest du lieber auf ein Fitnessstudio setzen. So erfolgreich und beliebt das Bodyweight-Training auch ist, es stößt irgendwann an natürliche Grenzen, die es bei einem Workout mit Geräten erst später geben wird.

Runtastic Results kann dich aber dazu bringen, den elenden Schweinehund abzuhängen. Der Einsatz von Geld führt zu einem interessanten Prozess: Das eingesetzte Geld will auch ausgenutzt werden, statt es einfach an den virtuellen Drill-Instructor zu verschwenden. Insofern ist die Politik von Runtastic vielleicht doch nicht ganz verkehrt. Außerdem ist der individuelle Trainingsplan ein motivierender Faktor, der dich immer näher an die persönliche Leistungsgrenze treibt. Wir haben unser Abo nach zwölf Wochen zwar beendet, doch als Start in ein sportliches Jahr war Runtastic Results ideal.
 

Wer selbst mit dem Fitness-Programm starten möchte, kann sich hier die App downloaden:

Runtastic Results für alle Apple-Geräte im iTunes Store >>

Runtastic Results für alle Android-Geräte im Google Play Store >>

 

Fotos: Runtastic PR

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