Guerilla-Yoga: Asanas erobern die Großstadt

Guerilla-Yoga: Asanas erobern die Großstadt

Parkhausdach - Fabrikhalle - Marktplatz

Guerilla-Yoga: Asanas erobern die Großstadt

Du bist jung und auf deine Fitness bedacht, und du bist langweilige Studios leid? Da haben wir etwas für dich! Guerilla-Yoga im Freien, jedes Mal an einer anderen Location, ist die angesagteste Alternative zu herkömmlichen Angeboten.
 

Yoga auf dem Parkhausdach – die Asanas erobern die Großstadt.

Es klingt zuerst schwer zu glauben: Übungen, die zu innerer Ruhe und Gelassenheit führen sollen, mitten im Trubel des großstädtischen Straßenverkehrs? Statt abgeschirmter Stille Meditation in einer brodelnden Geräuschkulisse? Aber ja! Immer mehr Menschen machen mit und sind begeistert. Guerilla-Yoga, um 2004 ursprünglich unter einem anderen Namen geboren, hat sich zu einem Run entwickelt, der Menschen bei Sport und Spaß zusammenführt, und das jedes Mal woanders.

 

Förmlich in die Freiheit katapultiert

Entwickelt haben das Guerilla-Konzept Anhänger des Asana-Yoga. Das Wort Asana stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „Sitz“, was darauf hinweist, dass in dieser Schule vor allem ruhende Stellungen verwendet werden. Die Anhänger dieser Schule, die wie alle Yoga-Arten aus dem indischen Raum stammt, nennen sich „Asanas“. Vor einigen Jahren haben sie sich entschlossen, aus den herkömmlichen Zwängen auszubrechen und diesen Sport, den Yoga letztlich darstellt, ins Freie, buchstäblich in die Freiheit, zu katapultieren. So hat Körpertraining gepaart mit meditativen Elementen schließlich mitten hinein geführt in den gar nicht meditativen städtischen Rummel. Mach mit! Du wirst davon ebenso überzeugt sein wie die anderen Menschen, die du auf diesem Weg kennenlernst. Praktiziert werden übrigens nicht nur Asana, sondern verschiedene Formen von Yoga.

 

Das Happening mit dem besonderen Clou

Nicht nur, dass du dein Training zwischen rollenden Autos, bellenden Hunden, Kindergeschrei und S-Bahn-Gerüttle praktizierst. Jedes Mal werden wieder neue, unbekannte Leute dabei sein, mit denen du viel Spaß haben wirst. Außerdem ist ein gewisser Nervenkitzel mit Guerilla-Yoga verbunden: Der Ort, wo das nächste Treffen stattfindet, wird geheim gehalten bis kurz vor Beginn. Das macht es besonders spannend. Ein Hintergrund ist, dass die Asanas oft keine offizielle Genehmigung für ihre „Veranstaltung“ bekommen. Da könnte es schon mal passieren, dass die Polizei vorbeischaut, aber keine Bange: Wird der Termin für ein solches Treffen erst 24 Stunden vorher bekannt gegeben, gilt die Zusammenkunft nicht mehr als Veranstaltung, und damit sind alle dann doch auf der sicheren Seite.

 

Jeder kann mitmachen – und es kostet nichts

Du kannst auf jeden Fall dabei sein, egal wie alt du bist, und du brauchst keine Vorkenntnisse zu haben. Du benötigst nur deine Yogamatte und bequeme Kleidung, wie du sie auch sonst beim Training trägst. Die Teilnahme kostet außerdem nichts. Es wird lediglich um Spenden gebeten, mit denen Bedürftigen geholfen wird. So kannst du mitmachen und Teil einer neuen, immer weiter wachsenden Community werden, ohne dafür hohe Gebühren wie in den üblichen Studios berappen zu müssen. Wenn du willst, kannst du gerne auch einen Partner mitbringen.

Mach mal „Baum“, „Bogen“ oder „Krieger“ auf einem Schiffsdeck, neben einem plätschernden Brunnen oder in einer leerstehenden Fabrikhalle – es wird jedes Mal ein ganz neues und besonderes Erlebnis sein. Wir sind überzeugt, du wirst die selbe Erfahrung machen wie andere, die sich der Bewegung bereits angeschlossen haben: dass es möglich ist, zu innerer Ruhe zu kommen und Stress abzubauen, während um dich herum der Bär steppt. Zu den Vorteilen des Guerilla-Yoga zählt auch, dass du unabhängig bist von Öffnungszeiten und Terminen außer diesem jeweils einen.

Nach den Treffen muss noch lange nicht Schluss sein. Viele der „Yogis“ ziehen hinterher noch um die Häuser. Von einem kurzen Plausch über ein gemeinsames Essen in einem Restaurant bis hin zur Partynacht ist alles drin.

Guerilla-Yoga findet inzwischen in so gut wie allen deutschen Großstädten statt. Ausgetauscht wird sich meist über entsprechende Facebook-Gruppen der Städte. Es wird also kein Problem sein, ein solches Treffen zu erreichen. Du musst nur wollen!

 

Foto: DaniloAndjus / Getty Images

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