Jackfruit: Alles, was du über den trendigen Fleischersatz wissen musst

Jackfruit: Alles, was du über den trendigen Fleischersatz wissen musst

Das neue Tofu

Jackfruit: Alles, was du über den trendigen Fleischersatz wissen musst

Die exotische Jackfruit ist zurzeit in aller Munde. In deinem war sie noch nicht? Dann solltest du das schnell ändern! Wir verraten dir die wichtigsten Infos über die tropische Frucht und wie du köstliche Gerichte aus ihr zaubern kannst.
 

Woher kommt die Jackfruit?

In seinen heimatlichen Gefilden ist das Maulbeergewächs schon lange bekannt. Ursprünglich stammt die Jackfruit aus Indien und gelangte über den Seeweg nach Brasilien. Danach verbreitete sie sich in vielen tropischen Regionen. Von dort aus erobert sie jetzt die ganze Welt. Am Stamm des bis zu 25 m hohen Jackfruchtbaumes wächst die Jackfruit, auch Jackfrucht, Jackbaumfrucht oder Jakobsfrucht genannt, heran. Nach etwa 200 Tagen ist sie dann reif und kann geerntet und weiterverarbeitet werden.
 

Wonach schmeckt das?

Immer mehr Menschen leben vegetarisch oder vegan und wollen trotzdem nicht auf Fleischgeschmack verzichten. Da kommt diese Frucht gerade recht: Richtig zubereitet ist sie von einem Fleischgericht kaum zu unterscheiden und sieht noch dazu faserig aus, ähnlich wie Hähnchenbrust. Aber auch süße Desserts kannst du mit ihr zaubern. Dabei ist der Reifegrad wichtig: Die reife Jackfruit wird roh gegessen oder verwendet und schmeckt süßlich, etwa wie ein Mix aus Banane und Ananas. Damit kannst du beispielsweise Püree und Smoothies zubereiten.

Die unreife Jackfruit entfaltet gebraten oder gekocht ihren vollen Geschmack, der richtig gewürzt und angerichtet stark an Fleisch erinnert. So kannst du auch als Vegetarier oder Veganer leckere Spareribs, Burger, Gulasch oder andere Gerichte genießen, zu denen Fleischersatz gut schmeckt. Hunger bekommen? Am Ende dieses Artikels findest du ein leckeres Rezept für „Pulled Pork“ aus Jackfruit, das du gleich nachkochen kannst! Die Kerne kannst du übrigens auch garen: Sie schmecken dann ähnlich wie Esskastanien.
 

Jackfruit Zubereitung

 

Ist Jackfruit gesund?

Ja! Die Jackfruit hat einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, Eiweiß, Spurenelementen, Mineralstoffen wie Kalzium und Magnesium sowie Kohlenhydraten. Außerdem ist sie reich an wichtigen B-Vitaminen. Du kannst dir eigentlich nur etwas Gutes tun, wenn du das in unseren Gefilden neu entdeckte Superfood in deinem Essen verarbeitest. Wenn du kein Fleisch isst, bekommst du hier auch einige Proteine für deinen Tag.
 

Wo bekomme ich Jackfruit her?

Die genoppte Jackfruit wird immer öfter als ganze Frucht im Supermarkt oder Biomarkt gesichtet. Dann solltest du aber ordentlich schleppen können: Sie wird bis zu 90 cm lang und 15 kg schwer! Unreife Jackfruits erkennst du an der grünen Schale. Im reifen Zustand hat sie eine gelblich-braune Farbe. In unseren Breitengraden kannst du sie am ehesten im Asiamarkt finden. Dort gibt es Jackfruits in Dosen. Achte aber darauf, ob du die süße oder ungesüßte Variante erwischt hast. Sonst musst du hinterher statt eines deftigen Hauptgerichts eine Nachspeise essen – auch nicht unbedingt schlecht, aber das muss ja nicht sein! Wenn du keinen Laden in der Nähe hast, der die Frucht führt, kannst du sie online bestellen.
 

Wo ist der Haken?

Leider hat alles seine negativen Seiten – so leider auch die Jackfruit. Sie muss von weit her nach Deutschland importiert werden und ist daher CO2-technisch nicht die umweltfreundlichste Wahl für dein Mittagessen oder Dessert. Wenn du aus ethischen Gründen auf Fleisch verzichtest, kannst du aber auf die Jackfruit zurückgreifen, am besten aus biologischem Anbau. Und obwohl sie so lecker schmeckt, müssen wir sie ja nicht jeden Tag essen.
 


 

Rezept:
Veganes „Pulled Pork“ aus Jackfruit

Veganes „Pulled Pork“ aus Jackfruit
 

Zutaten

1 Dose (ca. 565 g) junge bzw. grüne Jackfruit
1 TL brauner Zucker
1 TL Cayennepfeffer
1 TL Paprikapulver
1 gehackte Knoblauchzehe
1 Prise Chiliflocken
1 Prise Salz
160 ml BBQ-Soße
50 ml Gemüsebrühe
Öl

Zubereitung

1. Öffne die Dose mit der Jackfruit und gieße das Wasser ab. Wasche die Stücke gründlich. Vermische den Zucker mit den Gewürzen und verteile alles gleichmäßig über den Stücken.

2. Erhitze etwas Öl in einer Pfanne und brate die Jackfruit für ca. drei Minuten an, bis sie braun wird. Gib dann die BBQ-Soße und Gemüsebrühe dazu und lasse alles für ca. zehn Minuten köcheln.

3. Zerkleinere die Jackfruit-Stücke mit zwei Gabeln und ziehe sie auseinander, bis du die Fasern siehst. Brate sie noch kurz an und nimm sie dann vom Herd.

Fertig! Du kannst dein veganes „Pulled Pork“ jetzt auf Burgern, als Schnetzel im Auflauf oder in anderen Gerichten verwenden. Wir wünschen dir einen guten Appetit!

 

Fotos: wundervisuals, Juzailawati Mohd Jamali / EyeEm, KTSDESIGN/SCIENCE PHOTO LIBRARY / Getty Images


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