Wie du deine Zeit mit Sinn füllst

Wie du deine Zeit mit Sinn füllst

Für ein bewusstes und erfülltes Leben

Wie du deine Zeit mit Sinn füllst

Ist dein Terminkalender öfter übervoll, aber du fühlst dich trotzdem merkwürdig leer und sogar einsam? Dann ist dein Herz nicht bei der Sache und macht dem Verstand einen Strich durch die Rechnung. Sicher haben wir alle unsere Termine, und nicht alle nehmen wir gern wahr, kommen aber um viele nicht herum. Das kann der Zahnarztbesuch oder eine berufliche Präsentation sein; das Treffen mit Verwandten, die wir nicht mögen, oder eine zusätzliche Weihnachtsverabredung, für die wir eigentlich gar keine Zeit haben.

Doch hier geht es nicht um gelegentliche unangenehme Termine, sondern um eine grundsätzliche Haltung uns, den anderen und dem Leben gegenüber. Die Kunst besteht darin, zu uns selbst zu finden. Nur dann können wir etwas ändern. Das ist nur scheinbar ein einfacher Ratschlag, die Umsetzung fällt vielen Menschen schwer. Dafür müssen wir aus dem Alltag aussteigen, uns Zeit nehmen und die Wahrheit hinter unserem getriebenen Leben erkennen.

Wir sollten uns fragen, warum wir nicht glücklich und zufrieden, sondern missgelaunt, gestresst und völlig fertig sind. Wenn wir die Kurve dazu nicht bekommen, warten häufig Burn-out, Depressionen und chronische Rückenschmerzen auf uns. Spätestens dann ist es ratsam, innezuhalten und etwas zu verändern. Soweit muss es aber nicht kommen, wir können schon heute etwas tun.

Begeisterung wecken

Begeistert dich irgendetwas oder schleppst du dich nur von Tag zu Tag durchs Leben? Frage dich, seit wann das so ist. Vielleicht warst du als Teenager von einem Hobby völlig eingefangen, das dich in den berühmten „Flow“ versetzt hat. Du hast die Zeit vergessen beim Malen, Basteln, Musizieren, Lesen, Sporttreiben, Handarbeiten oder Kochen. Jetzt hast du dafür keine Zeitfenster mehr? Dann musst du sie dir unbedingt schaffen und dafür auf anderes verzichten; wenn du glücklich sein willst, ist dieser Schritt unumgänglich. Nimm dir frei, beschäftige ein Kindermädchen für zwei Stunden und tue nur das, was dir guttut.

Sich selbst verwöhnen

Damit sind wir schon beim nächsten Punkt: Kümmere dich um dich selbst! Der Körper will gepflegt werden, damit er reibungslos funktioniert. Sport und Ernährung sind das eine, das andere lässt sich unter dem Begriff Wellness zusammenfassen. Ein Schaumbad, eine Massage (gern auch mit dem Partner), ein Besuch im Kosmetikinstitut oder ein Saunabesuch sind enorm wichtig für die Seele. Auch eine kurze Meditation verschafft dir Ruhe. Du schließt die Augen und genießt die Atmosphäre, die hektische Welt bleibt für eine kleine Weile ausgeschlossen. In jedem Fall kommst du runter, Muskeln und Psyche entspannen, die Wirkung hält eine ganze Weile an.

Glück bedeutet Tatkräftigkeit

Frage dich, was dich glücklich macht. Glück liegt häufig im Tun, es ist nur begrenzt durch Zufälle zu haben. Wenn du täglich oder zumindest wöchentlich Dinge unternimmst, die dein Herz erfüllen, bist du auf dem richtigen Weg. Mancher hat im Beruf auf diese Weise seine Berufung gefunden, weil er nicht nur arbeitet, sondern den tieferen Sinn in seinem Tun erkennt. Auch ein Ehrenamt kann ein Weg zum Glück sein. Dabei ist wichtig, dass das Ehrenamt mit deinen Vorlieben übereinstimmt. Du kannst im Tierheim helfen, Senioren vorlesen, dich bei der Feuerwehr engagieren oder für die Nachbarin einkaufen. Du solltest es auf jeden Fall gern und aus Überzeugung tun.

Kompetenzen stärken

Wo liegen deine Stärken und drohen sie gerade, zu verkümmern? Bringe sie (wieder) in dein Leben ein und setze sie auch zur Unterstützung anderer Menschen ein. Wenn wir etwas abgeben, bekommen wir in der Regel viel zurück. Was kannst du besonders gut? Willst du es in einem Verein anwenden oder gründest du selbst einen? Willst du dich politisch engagieren oder berätst du Menschen in Sachen Organisation? Überlege, wo du im Beruf dafür Platz findest und wie du diese Eigenschaften auch im Privatleben einbringen kannst. Bedenke bei deinen Überlegungen, dass dir dein Können bisher nicht aufgefallen ist, weil du es für selbstverständlich hältst. Darum sprich mit guten Freunden und lieben Verwandten darüber, sie werden dir gern Aufschluss über deine Stärken geben.

Sinnvoll leben

Finde ein Ziel im Leben! Es ist wichtig, einen Sinn in seinem Leben zu sehen. Dieser muss nicht religiös untermauert sein. Es geht auch nicht darum, die Bilanz für die Firma für das kommende Jahr zu verbessern – wobei das durchaus ein Teilziel sein kann. Es geht um mehr als einen kurzfristigen Erfolg. In erster Linie steht die klassische Frage im Raum, wozu du auf dieser Welt bist. Menschen, die das für sich beantworten können, sind nachweislich zufriedener, gelassener und glücklicher. Deine Antwort kann auch lauten: Es gibt keinen bestimmten Zweck, wir sind ein reines Zufallsprodukt. Wenn du mit solch einem naturwissenschaftlichen Ansatz gut zurechtkommst, ist das völlig okay. Dann liegt der weitere Sinn vielleicht darin, ein gutes Leben zu führen, anderen zu helfen und deine ethischen Werte umzusetzen.

Lass dir mehr Zeit!

In einer quirligen Welt ist es wichtig, gelegentlich zu entschleunigen. Ein Beispiel: Ob dein Kind mit zehn oder 13 Monaten laufen kann, ist nicht wichtig; es wird auf jeden Fall laufen lernen: Du musst hier nicht in einen Wettbewerb eintreten, der völlig unnötig ist und nur Stress verursacht. Andere Beispiele: Die Fenster können auch noch morgen geputzt werden, wenn der Tag sehr voll ist. Und gehe rechtzeitig los, wenn du eine Verabredung hast. So nimmst du die Hetze schon im Vorfeld heraus.

Verantwortung übernehmen

Übernimm die Verantwortung für dein Leben! Du hast es selbst in der Hand, begeistert und glücklich zu sein. Manchmal muss man dafür alte Gewohnheiten ablegen, sich aus der Komfortzone begeben und Neues wagen. Pflege deine Freundschaften, aber verwöhne dich auch immer wieder selbst.

 

Foto: franz12 / stock.adobe.com

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