Warum du dich häufiger selbst belohnen solltest

Warum du dich häufiger selbst belohnen solltest

Klopfe dir selbst auf die Schulter!

Warum du dich häufiger selbst belohnen solltest

Viele Menschen können mit einem Lob gar nicht mehr richtig umgehen. Leider ist es fast schon normal geworden, eher zu kritisieren und bei positiven Dingen nichts zu sagen. Das ist wirklich schade. Erinnere dich an deine Kindheit zurück, wenn du in der Schule ein Sternchen für Fleißarbeit bekommen hast, oder Mama hat dir erlaubt, die Schüssel mit Teig auszulecken, weil du ihr beim Backen geholfen hast. Das waren schöne Momente im Leben. Wenn du jetzt ein Lob bekommst, bis du erstmal verlegen und weißt nicht, wie du damit umgehen sollst. Meistens ist es ein flüchtiges „Danke“ und dann ist es auch schon wieder weg.

Loben bedeutet, etwas verbal zu honorieren, was jemand wirklich gut gemacht hat. Und warum sollte das nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen richtig guttun? Wir gehen noch einen Schritt weiter: Warum sollte es dir nicht guttun, wenn du dich selbst belohnst?
 

Motivation durch Belohnung

Wie oft sagst du dir am Tag: Ich muss heute noch Sport machen? Ich muss dringend noch Wäsche waschen? Ich muss dies tun und ich muss das tun? Wie fühlst du dich dabei? Es ist ein Druck, den du dir selbst aufbaust, und die Aufgaben machen durch das Wort „muss“ schon grundsätzlich keinen Spaß mehr. Warum gestaltest du dir dein Leben nicht einfach positiver? Das geht schon mit der Umformulierung der Gedanken und einer Kleinigkeit hinterher: Der Selbstbelohnung.

Ein Beispiel: Du bist noch um 19 Uhr auf der Arbeit und dir fällt ein, dass du noch einkaufen musst. Deine Gedanken: Oh nein, es ist schon 7, ich muss doch noch einkaufen gehen. Dein Gefühl dabei ist negativ und unmotiviert. Stelle deine Gedanken um: Es ist bereits 7 Uhr, das ist schon spät, aber ich habe Lust, mir nach dem anstrengenden Tag etwas Leckeres zu kochen. Dazu gehe ich schnell noch einkaufen und werde mir zum Essen ein Glas Rotwein gönnen.

Das klingt schon ganz anders und löst bei dir im Kopf eine Motivation aus. Und du darfst dich nach der Arbeit selbst belohnen, weil sie anstrengend war und du heute gut gearbeitet hast. Du wirst mit einem positiven Gefühl nach Hause gehen und noch gern einkaufen, nicht nur für abends, sondern auch gleich für die nächsten Tage.

 

Du schiebst Dinge gerne auf die lange Bank?

Durch Selbstbelohnung werden auch Dinge, die eigentlich unangenehm sind und immer wieder auf der To-do-Liste nach hinten geschoben werden, leichter.

Fällt dir spontan etwas ein? Ein Klassiker ist die Steuererklärung. Wenn du noch keine To-do-Liste hast, lege dir eine an. Schreibe Steuererklärung darauf und dahinter, was du dir danach als Belohnung gönnen möchtest. Setzt du dich nun daran und freust dich drauf, was danach folgt, wird dir diese leicht von der Hand gehen. Du kannst sie danach stolz durchstreichen und deine Belohnung abhaken. So erledigen sich auch große Aufgaben leichter.

 

Weitere Gründe dafür, sich selbst zu belohnen

Du lernst Kleinigkeiten schätzen:

Nach der Arbeit ein gutes Glas Wein, nach dem Sport eine heiße Dusche mit dem Lieblings-Duschgel, nach dem Fitnessstudio ein Stück Schokolade. Das sind keine großen Dinge, aber du kannst sie genießen und lernst sie zu schätzen. So schaffst du es, grundsätzlich glücklicher zu werden, da dein Blick nicht auf Geld, sondern auf Momente gerichtet ist.

Und du lernst dabei, dich selbst zu lieben:

Meistens kritisiert man sich selbst. Wenn du aber beginnst, dir eine Freude zu machen, wirst du ein ganz anderes Bild von dir erhalten. Dein Selbstbewusstsein wächst und du hast insgesamt ein besseres Lebensgefühl.

Du machst deine Aufgaben besser:

Deine Belohnung lockt. Dadurch ist die Aufgabe vielleicht teilweise noch unangenehm, aber du weißt, wenn du das gut erledigen wirst, holst du dir danach dein positives Gefühl. Somit hast du einen Grund mehr, die Dinge ordentlich und gründlich zu erledigen. Das wird dir sowohl privat als auch auf der Arbeit helfen, Erfolge zu erzielen.

Du machst dich von niemandem abhängig:

Dein Gefühl ist bei der Selbstbelohnung entscheidend. Du bist nicht darauf angewiesen, dass jemand anderes auf dich zukommt, um dir ein positives Gefühl zu geben. Das stärkt dein Selbstbewusstsein.

Du bist offener dafür, auch andere zu belohnen:

Du kennst nun das Gefühl, wie es ist, eine Belohnung zu bekommen. Wenn du mit anderen Menschen zusammenarbeitest oder sie etwas für dich erledigen, weißt du, wie schön das Gefühl danach ist, etwas Positives zu erhalten. Das kannst du jetzt weitergeben. Dein Selbstbewusstsein und deine Offenheit werden andere motivieren und sie bekommen ein gutes Gefühl.

Du tankst Energie für schwierige Zeiten:

Nicht alles funktioniert mit einer Belohnung. Manche Dinge sind einfach unangenehm. Die kleinen Belohnungen helfen dir, damit besser umzugehen, haben dir aber zuvor auch schon Kraft gegeben, zu wissen, dass es dir gut geht und du diesen Zustand auch wieder erreichen kannst.

 

Beispiele für eine Selbstbelohnung

Viele wissen nicht, was ihnen gefällt oder was ihnen guttut. Hier sind ein paar Ideen, sich selbst zu belohnen:

  • Besuch im Schwimmbad, Spa oder eine Massage
  • Besuch im Kino, Theater, Museum
  • Spaziergang im Grünen
  • Einen schönen Film oder die Lieblingsserie schauen
  • Shoppen gehen
  • Auf eine Feier oder in eine Bar gehen
  • Essen gehen
  • Kochen oder backen
  • Ein Buch lesen, faulenzen
  • Sich mit Freunden treffen

 

Probiere es aus und genieße dein neues Bewusstsein. Wir wünschen dir dabei viel Spaß!

 

Foto: BraunS / Getty Images

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