Geld sparen … ohne dass es weh tut

Geld sparen … ohne dass es weh tut

So bleibt am Ende des Monats mehr Geld übrig.

Geld sparen … ohne dass es weh tut

Deine Freundinnen sind immer gut gestylt, modisch auf dem neuesten Stand und können sich regelmäßig einen Urlaub leisten? Dabei verdienen sie auch nicht mehr als du. „Wie machen die das bloß?“, fragst du dich, denn es fällt dir schwer, mit ihnen mitzuhalten. Es ist gar nicht so schwierig, ohne Schulden durch den Alltag zu kommen und obendrein noch etwas auf die hohe Kante zu legen. Und so geht’s:
 

Einnahmen und Ausgaben schriftlich festhalten

Damit du einen Überblick über deine finanziellen Verhältnisse bekommst, reicht es nicht, regelmäßig die Kontoauszüge zu prüfen. Die Belege sagen nämlich lediglich etwas darüber aus, welche Einzahlungen und Abbuchungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfolgt sind und wie hoch demzufolge der aktuelle Kontostand ist. Du hast aber mit Sicherheit mehr Geld ausgegeben: im Café, in der Boutique, im Kino oder beim Einkauf von Lebensmitteln. Führe ein Haushaltsbuch, in das du sämtliche Einnahmen und Ausgaben schreibst – einschließlich derjenigen, die auf den Kontoauszügen vermerkt sind. Am besten gelingt dies in Form einer Tabelle. Am Monatsende summierst du die Werte jeder Spalte und stellst sie einander gegenüber. Du wirst erstaunt sein, wie groß dein finanzieller Spielraum tatsächlich ist.
 

Ausgaben nach Prioritäten ordnen

Du darfst nicht am falschen Ende sparen – einige Ausgaben lassen sich nicht vermeiden. Setze dir deshalb Prioritäten. Schreibe deine Ausgaben in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit auf. Zuerst erscheinen diejenigen, die unbedingt notwendig sind wie die Miete, die Nebenkosten sowie die Fahrtkosten zur Arbeit. Das sind die Fixkosten, an denen du nicht viel ändern kannst.

Dann erscheinen die Ausgaben für die Versicherungen, Gebühren für Mitgliedschaften im Fitnessstudio und in anderen Vereinen, die für das Handy und Internet, der Betrag, den du für Lebensmittel benötigst sowie eventuelle Futterkosten für dein Haustier. Hier lohnt es sich zu prüfen, ob eine Optimierung möglich ist. Das Internet bietet mehrere Vergleichsportale, bei denen du die Leistungen und Preise verschiedener Anbieter miteinander vergleichen und durch einen Wechsel gehörig sparen kannst. Besonders deutlich wird dies bei den Versicherungsbeiträgen für dein Auto. Im Vergleich zur jährlichen Rechnung vom regionalen Versicherungsfachmann können bei einem Online-Abschluss bei einer Direkt-Versicherung Differenzen von über 100 Euro auftreten.

Hinsichtlich deiner Mitgliedsbeiträge solltest du überlegen, welche Mitgliedschaften du tatsächlich nutzt. Wahrscheinlich warst du beim Beitritt zum Fitness-Studio optimistisch, etliche Kilogramm abzuspecken und deinen Körper neu zu definieren. Was ist aus deinem Ziel geworden? Bist du tatsächlich am Ball beziehungsweise auf dem Laufband geblieben? Oder hat dich nur regelmäßig das schlechte Gewissen daran erinnert, dass du eigentlich mal wieder etwas für deine Fitness tun müsstest? Wenn dem so ist, dann kannst du deinen Vertrag getrost kündigen und das Geld für andere Dinge sparen. Beispielsweise schaffst du dir eine Yogamatte oder einen Heimtrainer an, am besten in gebrauchtem Zustand und daher kostengünstig. Das sind einmalige kleine Ausgaben.

Du hast den Vorteil in deinen eigenen vier Wänden trainieren zu können und zwar dann, wann du Lust hast. Falls du dich irgendwann doch wieder für das Fitnessstudio entscheidest, steht dem Neuabschluss eines Vertrags nichts entgegen. Womöglich gewährt man dir sogar einen Neukunden-Rabatt.
 

Beim Geld ausgeben sparen

Du kannst beim Ausgeben deines Geldes sparen, wenngleich dir dies im ersten Moment unlogisch erscheinen mag. Vor jedem Einkauf schreibst du eine Liste mit den Dingen, die du benötigst. Von dieser weichst du nicht ab. Da mögen noch so günstige Angebote in den Supermärkten locken. Was du nicht benötigst, kaufst du nicht. Nimm dir zum Bezahlen Bargeld mit. Auf diese Weise bekommst du ein besseres Gefühl für dein Geld und gibst wirklich nur das aus, was dir zur Verfügung steht. Zahlst du mit der Kreditkarte, erscheinen die Beträge unwichtig und geraten schnell in Vergessenheit. Da ist das Konto dann schnell mal überzogen, was wiederum seitens deiner Bank unnötige Zusatzkosten entstehen lässt. Hüte dich davor, augenscheinlich zinsgünstige Kredite aufzunehmen. Damit teilst du eine größere Ausgabe zwar in mehrere kleine Raten auf. Am Ende zahlst du jedoch drauf, auch bei einer relativ kurzen Laufzeit und deine monatlichen Fixkosten erhöhen sich.
 

On The Go

Mal schnell unterwegs einen Coffee to go hier und ein Brötchen auf die Hand dort – ruck zuck summiert sich der Betrag, den du ganz im Vorbeigehen ausgibst. Nichts spricht dagegen, sich mal zwischendurch mit Freunden gemütlich in ein Café zu setzen, aber muss es denn jeden Tag der teure Schickimicki-Smoothie auf dem Weg nach Hause sein?
Du kannst dir auch einen schönen Coffee to go-Becher zulegen, den du dir zuhause für den Weg zur Arbeit mit Kaffee füllst. Und wenn du dir auch gleich einen Imbiss vorbereitest, bist du nicht nur viel günstiger dran, sondern meistens auch gesünder, als mit dem süßen Stückchen vom Bäcker.
 

Thermobecher
Contigo Thermobecher West Loop – verschiedene Farben – ca. € 30,00

 

Im Supermarkt recken und bücken

Auf Augenhöhe befinden sich im Supermarkt und im Discounter diejenigen Waren, die besonders preisintensiv sind. Vergleiche die Angebote mit denen in den Fächern darüber beziehungsweise darunter. Die sogenannte Bückware ist vielleicht von einem Hersteller, den du bisher nicht kanntest, dafür aber mit Sicherheit günstiger. Ohnehin lohnt es insbesondere bei Artikeln für den täglichen Gebrauch, auf den Kauf großer Marken zu verzichten. Viele bekannte Hersteller produzieren nicht nur teure und damit anscheinend bessere Waren, sondern bieten Abwandlungen ihrer Produkte unter anderem Namen im Discounter an. Du erkennst es an einer auffallend ähnlichen Aufmachung und wenn du die Inhaltsstoffe und das Kleingedruckte miteinander vergleichst. Das Ersparnis für den einzelnen Einkauf mag sich durch derartige Maßnahmen in Grenzen halten. Auf den Monat oder das Jahr gerechnet kommt jedoch ein ansehnlicher Betrag zusammen, den du in wichtigere Angelegenheiten investieren oder sparen kannst.
 

Jeden Monat Reserven zurücklegen

Nimm dir vor, jeden Monat eine kleine Reserve für Notzeiten zurückzulegen. Dann brauchst du niemanden anbetteln, wenn dein Auto mal streikt, der Hund zum Tierarzt muss oder dein Kühlschrank den Geist aufgibt. Selbst bei einem noch so kleinen Einkommen legst du regelmäßig ein paar Euro zurück. Du gibst sie erst aus, wenn es sich überhaupt nicht vermeiden lässt. Also bitte keine Spontankäufe!
 

Die Wohnung aufräumen

Weniger ist manchmal mehr. Das gilt auch für deine Einrichtung. Vielleicht tummeln sich in deinen Regalen Bücher herum, die du nie wieder lesen wirst. Dein Kleiderschrank platzt aus allen Nähten, obwohl du die Hälfte der Klamotten die letzten drei Jahre nicht mehr angezogen hast. Oder hatte dich früher einmal die Sammelleidenschaft gepackt und du hast auf dem Flohmarkt altes Geschirr, Nippes oder Schallplatten gekauft, von denen du dich längst schon einmal trennen wolltest? Mach es! Jetzt ist die beste Gelegenheit. Räume deine Zimmer mal gründlich durch und sortiere aus, was sinnlos im Wege steht. Vieles davon kannst du nochmal zu Geld machen. Inseriere in kostenlosen Portalen, hänge Verkaufsangebote im Supermarkt aus und sieh dich auf Tauschbörsen um. Vielleicht bietet dir jemand für deine zu eng gewordene Markenjeans genau die Bluse, die du immer schon haben wolltest. Und so bekommst du sie sogar kostenlos.
 

Geld sparen

 

Beim Stylen sparen

Falls du beim Schminken ausschließlich teure Markenartikel benutzt, brauchst du dich nicht wundern, dass dir das Geld schnell ausgeht. Dabei sind Kosmetikartikel aus der Drogerie qualitativ gar nicht so schlecht aufgestellt. Damit du gut aussiehst, kommt es eher drauf an, wie du dich schminkst und nicht womit. Unser Tipp: Auf Beauty-Blogs und YouTube-Kanälen werden massenweise Schmink-Tutorials angeboten und auch günstige Make-up-Artikel vorgestellt, die mit teuren Produkten mithalten können.

Auch beim Kauf deiner Garderobe solltest du die Augen aufmachen. Mit der Billighose möchtest du nicht zur Party gehen, das ist klar. Das musst du auch nicht. Kaufe im Second-Hand-Laden, dort ist Markenmode für wenig Geld zu haben. Oder erwirb ein No-Name-Shirt und peppe es durch einen Druck oder Patches ein wenig auf. Anleitungen dafür bekommst du im Internet.
 

Last-Minute-Angebote nutzen

Nun hast du eine Menge Geld gespart und kannst dir endlich den heiß ersehnten Urlaub leisten. Nimm nicht das erstbeste Angebot an, sondern vergleiche auch hier. Vielleicht brauchst du gar keine Luxus-Suite, du könntest mit einem Einzelzimmer auskommen? Reagiere flexibel und hole dir Last-Minute-Angebote ein. Du wirst eventuell auf den Platz in deinem Lieblingshotel verzichten müssen. Dafür sparst du wieder Geld, das du eventuell schon für den darauffolgenden Urlaub zurücklegen kannst.

 

Fotos: Catherine MacBride / Getty Images

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