15 Dinge, die wir leider nicht in der Schule gelernt haben

15 Dinge, die wir leider nicht in der Schule gelernt haben

Vorbereitung aufs Leben?

15 Dinge, die wir leider nicht in der Schule gelernt haben

Wir lernen fürs Leben, nicht für die Schule – diesen Spruch haben uns Lehrer bei jeder Gelegenheit vorgebetet. Ob sie es wohl selbst geglaubt haben? Kaum vorstellbar. Denn mit ein paar Jahren mehr an Lebenserfahrung auf dem Buckel haben wir längst feststellen müssen: In vielerlei Hinsicht hat uns die Schule ganz und gar nicht aufs Leben vorbereitet.

Klar können wir uns alle wirklich glücklich schätzen, dass wir eine gute Bildung in einem Land mit einem funktionierenden Schulsystem bekommen haben. Nur: Ein bisschen mehr Ausblick auf die Lebensrealität würde uns heute in manchen Situationen vermutlich mehr bringen als der Satz des Pythagoras, das Periodensystem oder rhetorische Mittel.

 

1. Nein sagen

Wir sind in der Schule dazu erzogen worden, das zu tun, was man von uns erwartet. Was hätte es uns auch gebracht, „Nein“ zu sagen? „Nein, ich will meine Hausaufgaben nicht machen“, „Nein, ich hab jetzt keine Lust auf Mathe“ – damit hätten wir uns nur ins eigene Fleisch geschnitten. Dafür spüren wir heute die Konsequenzen unserer Ja-Sager-Schuljahre: Beruflich wie privat fällt es uns schwer, Aufgaben und Bitten abzulehnen.

 

2. Nicht alles so schwer nehmen

Eine 5! Was für eine Tragödie! Wie wirkt sich das wohl auf das nächste Zeugnis aus? Was sagen die Eltern dazu? Und sind Oma und Opa nicht mehr stolz auf mich? Diese Gedanken hat wohl wirklich jeder Schüler mal gehabt. Eine schlechte Note, Streit mit der besten Freundin oder ein Eintrag ins Klassenbuch bedeutete immer gleich den Weltuntergang. Was wir damals nicht wussten: In der harten Realität der Erwachsenen begegnen uns niederschmetternde Situationen Tag für Tag. Was hilft? Sich nicht immer alles gleich so zu Herzen nehmen.

 

3. Unseren Wert nicht von Leistung abhängig machen

Gute Schüler waren die mit den guten Noten und auf der Schule hat sie das manchmal sogar zu besseren Menschen gemacht. Bewundert, von den Lehrern bevorzugt und oft auch beneidet. Aber wir stoßen eben alle mal an unsere Grenzen. Und das ist normal und gut so. Wir sollten nicht gleich an uns zweifeln, nur wenn uns mal etwas nicht so gelingt, wie wir es uns vorgestellt haben oder andere es von uns erwarten.

 

4. Steuererklärung und Co.

So wirklich auf das praktische Leben hat uns die Schule nicht vorbereitet. Sicher wäre es hilfreich gewesen, in 13 Jahren mal davon gehört zu haben, wie man eine Steuererklärung macht, einen sinnvollen Ehevertrag aufsetzt oder welche Versicherungen man später eigentlich braucht.

 

5. Diplomatie

In der Schule ging es kompromisslos zu. Ob in der Klasse oder auf dem Schulhof, am Ende hatte der Recht, der am lautesten war. Aber sich zurücknehmen, anderen zuhören und mit Geduld auf den eigenen Vorteil vertrauen hätten wir besser nicht erst mit Mitte 20 gelernt.

 

6. Auszeiten nehmen

Der Schultag war strikt vorgegeben, ebenso Ferien, Wandertage und Klassenfahrten. Ein Gespür dafür zu entwickeln, wann wir wirklich Erholung nötig hatten und diese auch einzufordern, war zu Schulzeiten schlicht unmöglich. Für viele Erwachsene ist das auch heute noch ein Problem.

 

7. Bewusster (er)leben

Als Jugendliche haben wir irgendwie immer nur auf die Zukunft gewartet. „Irgendwann“ werde ich mal dort leben, dies machen, das erreichen. Alles fühlte sich an wie die Wartezeit bis zum „richtigen“ Leben. Doch heute wissen wir: Was zählt ist nicht nur die Zukunft, sondern das Hier und Jetzt mit all seinen großartigen Momenten.

 

8. Fünfe gerade sein lassen

War es wirklich so gravierend, dass neue Lehrer deinen Namen ständig falsch ausgesprochen haben, sodass du ihnen bis zum Schuljahresende den Unterricht zur Hölle machen musstest? Hättest du doch bloß damals schon geahnt, dass du irgendwann mal ganz genau überlegst, welches Problem es wert ist sich aufzuregen und welches nicht.

 

9. Freundschaften pflegen

Wer Tag für Tag, Jahr für Jahr in dieselbe Klasse geht, muss nicht viel dafür tun, seine sozialen Bindungen aufrechtzuerhalten. Gemeinsame Erlebniswirklichkeiten schweißen zusammen und lassen uns denken, dass Freundschaften immer so fortdauern werden. Doch als Erwachsene, eingespannt ins eigene Leben mit Arbeit, Familie, Hobbys und Pflichten müssen wir uns bewusst für Austausch und Nähe entscheiden und diese pflegen.

 

10. Fehlern etwas Gutes abgewinnen

Klare Sache: In der Schule waren Fehler schlecht und führten zu schlechten Noten, Gelächter, Scham. Als war es erklärtes Ziel, Fehler so gut wie nur irgendwie möglich zu vermeiden. Dass wir einmal aus Fehlern lernen, sie uns in unserer Entwicklung voranbringen und uns stark machen, hätten wir damals nicht geglaubt.

 

11. Selbstvermarktung

Schüler sein bedeutete, einer von vielen zu sein. In der Klasse, auf dem Pausenhof, im Schulbus. Es gab die gleichen Anforderungen an alle und man fühlte sich, abgesehen von der Notenvergabe, wenig individuell wahrgenommen. Im Beruf dagegen müssen wir für uns selbst einstehen, unsere Vorzüge anpreisen und uns gegen Konkurrenten durchsetzen. Dem ein oder anderen fiele das vielleicht leichter, wenn er es im geschützten Lebensraum Schule schon einmal hätte ausprobieren müssen.

 

12. Selbstmotivation

Wer lernte, bekam gute Noten; wer mitarbeitete, bekam Lob, wer ein gutes Zeugnis nach Hause brachte, bekam mehr Taschengeld: Das war Ansporn genug. Doch wer motiviert uns heute ohne Noten, Lob und Taschengeld? Dass der Ehrgeiz im Leben aus uns selbst herauskommen muss, haben viele von uns vermutlich erst sehr viel später festgestellt.

 

13. Anders sein nutzen

Niemand wollte in der Schule der Außenseiter sein! Also kleideten sich alle gleich, hörten dieselbe Musik und alle hatten ein Furby, Tamagotchi oder was auch immer zu deiner Schulzeit angesagt war. Ein Glück, dass wir im Laufe der Zeit noch lernen durften, dass Individualität eine gute Sache ist und wir alle unsere eigenen Stärken haben.

 

14. Eigene Wünsche und Bedürfnisse formulieren

Lehrplan und Lehrer haben die Marschrichtung in der Schule angegeben. Das passte dir oft nicht in den Kram? Pech gehabt, für individuelle Vorstellungen war hier weder die Zeit noch der richtige Ort. Kein Wunder, dass es vielen Menschen so schwerfällt, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen, auszudrücken und einzufordern.
 

15. Das Leben in jedem Moment genießen

Gute Noten sollten wir haben – damit wir irgendwann eine gute Ausbildung oder ein Studium absolvieren, irgendwann einen guten Job haben und uns irgendwann alles leisten können, was wir damals wollten. Doch was war mit jedem einzelnen schönen Moment, den wir gemeinsam in der Schule hatten? Mit den Erinnerungen, die wir heute noch mit Schulfreunden teilen, mit den Lehrern, über die wir heute noch lachen. So wie wir heute die Zeit mit anderen Menschen, Freunden, Kollegen und der Familie genießen. Zu jeder Zeit, in jedem Moment.

 

Foto: Halfpoint / Getty Images

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