Diese Kreativitätstechniken lassen deine Ideen sprudeln

Diese Kreativitätstechniken lassen deine Ideen sprudeln

Um die Ecke denken

Diese Kreativitätstechniken lassen deine Ideen sprudeln

In jedem steckt ein kreativer Mensch! Oftmals wird Kreativität mit Innovation verwechselt. Um eine Innovation zu schaffen, ist es nötig kreativ zu sein. Mit Kreativität besitzen wir die Fähigkeit phantasievoll und gestalterisch zu denken. Innovation hingegen ist der technische, soziale oder wirtschaftliche Wandel, der Neuerungen verspricht.

Während eine Innovation bewusst voranschreitet, kommen und gehen Ideen wann und wo sie wollen. Es funktioniert nur schwer, diese bewusst hervorzurufen. Um den Vorgang zu unterstützen, gibt es verschiedene Kreativitätstechniken:
 

Brainstorming oder Mindmap

Die beiden klassischen Methoden, die wir bereits in der Schule gelernt haben. Mit dem Brainstorming steht die zentrale Frage ganz oben auf dem Zettel, alles was dir dazu einfällt wird darunter geschrieben. Bist du fertig, können die Begriffe oder Gedanken geordnet werden, daraus können dann Ideen entstehen. Das Brainstorming ist dabei nur der Anfang.

Bei einer Mindmap steht ein Begriff im Mittelpunkt und um diesen werden weitere Begriffe gesponnen, die alle mit dem Zentrum verbunden sind. Zu den Punkten können wiederum Punkte geschrieben werden. Eine Mindmap fördert die Kreativität, denn du kannst immer wieder Begriffe hinzufügen, ohne dass du den Überblick verlierst.

 

Brainwriting, Brainswarming und Brainwalking

Das Brainwriting funktioniert ähnlich dem Brainstorming, sollte das in der Gruppe abgehalten werden, zielt es nicht so sehr auf extrovertierte Teilnehmer ab. Anwesende sitzen an einem Tisch und jeder schreibt die Ideen einfach auf. Nach einer vorher festgelegten Zeit werden die Ideen an den Nebenmann weitergereicht und dieser ergänzt mit seinen eigenen Ideen. Dabei sollte jeder auf jedem Blatt eine Ergänzung eingefügt haben. Am Ende bilden die Blätter eine Diskussionsvorlage.

Beim Brainwarming schreiben alle Teilnehmer ihre Ideen auf kein DIN-A4-Blatt, wie beim Brainwriting, sondern sie notieren alles auf einzelne Klebezettel. Im Anschluss werden sie auf eine Pinnwand geklebt, miteinander besprochen und letztlich verknüpft.

Innerhalb des Brainwalkings wird jeder Teilnehmer nach draußen geschickt. Zuvor sind bereits an verschiedenen Stellen Flipcharts aufgestellt worden. Der Hintergedanke hierbei ist, dass das Gehirn mit frischer Luft versorgt wird und dabei Ideen noch besser zutage gefördert werden. Die Teilnehmer laufen also von Flipchart zu Flipchart und notieren ihre Ideen darauf.

 

Frische Luft

Im Büroalltag immer noch eine unübertroffene Idee: frische Luft. Nicht nur das Fenster aufreißen, sondern ganz rausgehen und einen Spaziergang unternehmen. Selbst Studien belegen, dass ein Spaziergang im Freien die Kreativität fördert.

 

Zeichnen und Kneten

In der Schule haben wir oft unsere Hefte mit kleinen Zeichnungen verschönert. Dabei haben wir nicht lange nachgedacht und auch dieses einfache Draufloszeichnen ist eine Kreativitätstechnik. Also ran an den Stift und die Kreativität spielen lassen!
Das Gleiche passiert beim Kneten. Verwandle eine kleine Menge Knete in Muster und Gegenstände. Das handwerkliche Arbeiten befreit den Kopf und lässt die Ideen sprießen. Kommen wir wieder auf die Schule zurück, ist ein knetbarer Radiergummi vielleicht eine gute Lösung für unterwegs?
 

„Was wäre, wenn …“

Mit Hilfe dieser Spekulation kann die Kreativität stark angeregt werden. Du kannst mit dieser Methode auch schnell ernste Themen und Stresssituationen schnell auflockern und kreativer nutzen.

 

Osborn Checkliste

Mit der Osborn Checkliste können vor allem vorhandene Produkte oder Lösungen in ihrer Bedeutung geändert oder auch weiterentwickelt werden. Was passiert mit einem Gegenstand, wenn du ihn vergrößerst oder verkleinerst? Kannst du ihn abwandeln oder anpassen? Kannst du Teile ersetzen, umkehren oder umordnen? Das sind Fragen, die wir uns stellen oder du dir stellen kannst.

 

SCAMPER Methode

Diese Technik funktioniert ähnlich wie die Osborn Checkliste. SCAMPER ist ein Akronym und steht für Substitute, Combine, Adapt, Modify, Put to other purposes, Eliminate und Reverse. Kannst du also Komponenten oder Materialien ersetzen? Überschneiden sich Funktionen oder Dienstleistungen? Kannst du etwas ergänzen oder etwas verändern, wie Farben oder Materialien? Lassen sich noch andere Funktionen finden? Was kannst du vereinfachen oder einfach entfernen? Kannst du die Reihenfolge ändern oder Elemente für das komplette Gegenteil verwenden? Beantworte die Fragen und finde neue Möglichkeiten.

 

Morphologischer Kasten

Beim diesem Bild wird eine Tabelle angefertigt. In der ersten Spalte werden einzelne Parameter eines Produktes oder eines Problems eingetragen. In den darauffolgenden Spalten werden zu den einzelnen Parametern Lösungsmöglichkeiten aufgeführt. Ist beispielsweise das Material für einen Zaun das Problem, kann dieses durch Plastik, Holz oder auch Metall gelöst werden kann. Das nächste wäre die Farbe und darauf folgen wieder verschiedene Möglichkeiten der Lösung.

Bei dieser Arbeit soll also zunächst das Problem detailliert beschrieben werden. Danach werden die Parameter festgelegt, diese sind natürlich unterschiedlich zu gestalten. Die Parameter werden in die erste Spalte einsortiert, dabei sollte man vom wichtigsten zum unwichtigsten arbeiten. Dann werden die unterschiedlichen Lösungen gesucht und hinter die Parameter notiert. Nun kann die beste Kombination aus allen Möglichkeiten gesucht werden.

 

ABC-Technik

Bei dieser Möglichkeit der Kreativitätssteigerung brauchst du wieder ein Blatt Papier, einen Stift und die Fertigkeit, jeden Buchstaben des Alphabets zu kennen. Jeder Buchstabe bekommt eine Zeile und neben ihn setzt du ein Wort, das mit diesem beginnt und zur Thematik bzw. der Problemstellung passt.

 

Diskussion 66

Wenn es schnell gehen soll und viele Ideen hermüssen, ist diese Technik eine gute Möglichkeit dafür. Sie eignet sich für eine Diskussion mit vielen Teilnehmern, die in Sechser-Gruppen aufgeteilt werden. In diesen kleinen Gruppen wird sechs Minuten lang ein Brainstorming durchgeführt, sie wählen anschließend ihre beste Idee aus und präsentieren sie vor allen anderen.

Diskussion 66 hat also seinen Namen, weil es Gruppen aus sechs Personen mit sechs Minuten Diskussionszeit sind. Heißt es Diskussion 79, hat die Gruppe also sieben Mitglieder und diskutieren neun Minuten lang. Die zeitliche Einschränkung oder auch Konkurrenz soll dafür sorgen, dass die einzelnen Mitglieder angespornt sind, viele Ideen zu liefern.

 

635-Methode

Wird die Ideenfindung in einer etwas größeren Gruppe abgehalten, können Gruppen zu etwa sechs Personen gebildet werden. Mit der 635-Methode zeichnen die Teilnehmer eine Tabelle mit drei Spalten und sechs Zeilen auf und notieren drei Ideen in die erste Zeile. Diese sollten zuvor auf ein Thema abgestimmt sein. Sind alle notiert, wird das Blatt eine Person weitergereicht. Die zuvor notierten Ideen auf dem Zettel sollen nun erweitert werden. Sind alle Zeilen gefüllt, ist ein Gedanke mit verschiedenen Ideen versehen und bietet sechs Lösungsansätze.

 

Semantische Intuition

Diese Technik ist eine weitere Übung oder Ideenfindung in der Gruppe. Hierbei werden Worte in zwei Gruppen verteilt. Durch eine zufällige Zusammenführung von einem Wort der ersten mit einem Wort der zweiten Gruppe sollen neue Ideen geschaffen und hervorgerufen werden. Die Teilnehmer sollen intuitiv den Dingen eine Bedeutung geben.

 

6-Hüte-Methode

Es gibt sechs Teilnehmer und sechs Hüte. Jeder Teilnehmer bekommt einen Hut und jedem Hut ist eine charakteristische Denkweise zugeordnet. Der weiße Hut visualisiert das optische und analytische Denken, er konzentriert sich auf Tatsachen und wertet nicht. Der rote Hut ist emotional und hat eine sehr subjektive Haltung. Die kritische Haltung versteckt sich hinter dem schwarzen Hut, dabei ist auch er objektiv. Allerdings beachtet er Risiken und Probleme. Ein Best Case Szenario geht mit dem gelben Hut einher, er bleibt optimistisch und spekuliert gern. Der grüne Hut bringt neue Ideen ein und kreativ und konstruktiv. Der blaue Hut bringt letztlich alle Ideen und Gedanken der anderen Hüte zusammen, er betrachtet es im Gesamten und ordnet alles.

Mit diesem Rollenspiel entsteht eine spannende Gruppendiskussion, auf die Wahl der Teilnehmer solltest du stark achten, dann wird auch ein großer Spaß daraus. Bist du allein, setzt du dir einen Hut nach dem anderen auf oder notierst dir bei jedem Hut deine Idee auf verschiedenfarbige Zettel.

 

Walt Disney-Methode

Ein weiteres Rollenspiel, das besonders Denkblockaden vergessen lassen soll: Die Teilnehmer dieser Übung schlüpfen in drei verschiedene Rollen, zunächst in den Träumer, er denkt einfach drauf los, fantasiert und lässt sich nicht einschränken. Als nächstes wird er zum Realist und prüft, was kann er überhaupt machen? Ist das möglich? Welche Einschränkungen mit dem Preis oder Materialien gibt es? Zuletzt wird er zu seinem eigenen Kritiker. Hat die Idee oder der Traum überhaupt Potenzial? Er ist konstruktiv, analysiert zuletzt und verbessert die bisherigen Ergebnisse. Daraufhin wird er wieder zum Träumer und der Prozess beginnt von vorn, bis ein optimales Ergebnis vorliegt.
 

Und nun probierst du es aus!
 

Foto: phototechno / Getty Images


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