Süßer Schmerz des Wartens: „Shades of Grey“ kommt ins Kino

Süßer Schmerz des Wartens: „Shades of Grey“ kommt ins Kino

Süßer Schmerz des Wartens: „Shades of Grey“ kommt ins Kino

Alles beginnt bei einem scheinbar harmlosen Interview. Die relativ unerfahrene Studentin Anastasia Steele sitzt dem mächtigen und unverschämt reichen CEO Christian Grey gegenüber. Bereits während ihrer zahlreichen Fragen merkt die junge Frau, dass mit diesem unheimlichen Mann etwas nicht stimmen kann. Sie lässt sich trotz aller Warnungen auf ihn ein, und lernt ein für sie völlig unbekanntes Universum der Sexualität und des Sadismus kennen. E.L. James Roman „Shades of Grey“ (Originaltitel Fifty Shades of Grey), der zwischen 2011 und 2012 entstand, soll 2015 in die Kinos kommen, und sorgt erneut für extrem viel Aufruhr.

 

Ein paar Fakten zum Buch

Die erotische Romantriologie gilt als das am schnellsten vergriffene Taschenbuch seit langer Zeit. Selbst die siebenteilige Reihe „Harry Potter“ von J. K. Rowling kann dem Dreiteiler nicht das Wasser reichen, wenn es um die Verkaufszahlen geht. Wöchentlich mussten nach der Veröffentlichung bis zu 950.000 Exemplare nachgedruckt werden, um den immensen Bedarf an dem Roman zu kompensieren. Durch Mundpropaganda wurde der Hype zusätzlich angefeuert.

Ursprünglich veröffentlichte die Autorin die Geschichte ab 2009 auf FiftyShades.com  unter dem Titel The Master of the Universe als Fan-Fiction zu Stephenie Meyers „Twilight“ Saga auf Fanfiction-Webseiten unter dem Pseudonym Snowqueens Icedragon. Als Protagonisten waren zu Anfang Edward Cullen und Bella Swan vorgesehen. Diese Namen wurden jedoch nach heftiger Kritik an den BDSM Praktiken ausgetauscht. Die überarbeitete Version konnte nun mit den Figuren Christian und Anastasia durchstarten. Der Grundstein für den Erfolg war gelegt.

Die Schilderung der Handlung spricht in vielen Punkten für sich. Die Begegnungen der beiden Protagonisten sind von hitzigen Wortgefechten gekennzeichnet, die jedoch meist alle gleich simpel ablaufen. Zuerst ein wenig Gegenwehr, danach etwas angespannte Distanz auf beiden Seiten, um schließlich doch in einem heißen Kuss im Fahrstuhl zu enden. Erzählt wird in der Ich-Perspektive, was nahezu jeder Leserin das Gefühl gibt, selbst in den Roman eintauchen zu können. Anastasia Steele bietet genug Identifikationsmaterial: Sie ist im Grunde eine ganz normale Frau, wie die Leser auch.

Als unwissender Anfänger muss man sich bei diesem doch recht komplizierten Thema keine Sorgen machen. Alle Begriffe wie Sadismus, Sub, Dominant, oder Fisting werden eingehend erklärt, sodass keinerlei Ratlosigkeit während des Lesens auftaucht. Meist wird mit der Naivität und Unerfahrenheit der Protagonistin sogar noch auf raffinierte Weise gespielt, was beim Leser immer wieder für einen Lacher sorgen kann. Die Erzählweise ist leicht, voller Humor und versteckten Anspielungen.
 

Der Film

Wie jeder Bestseller schaffte es auch Shades of Grey den Sprung ins Filmgeschäft: Derweil wird wohl keine Kinoproduktion so heftig diskutiert wie die Verfilmung rund um Ana und Christian.
Gerade bei der Besetzung des Christian Grey gab es beim Casting etliche Probleme. Zunächst war Charlie Hunnam (bekannt aus der Serie „Sons of Anarchy“) geplant, doch dieser stieg abrupt und überraschend aus. Sein Nachfolger wird Jamie Dornan sein, der bereits in „Once Upon A Time“ und „The Fall“ zu sehen war. In der weiblichen Hauptrolle ist Dakota Johnson zu erwarten, die ihr Debüt 1999 in der Komödie „Verrückt in Alabama“ gab. Eine Nebenrolle soll sich auch das Gossip Girl Blake Lively ergattert haben. Sie wird voraussichtlich die Freundin der Protagonistin spielen.

Bereits im Vorfeld wurde im Internet wild über mögliche Besetzungen spekuliert. Fans schlugen Schauspieler wie Ian Somerhalder (bekannt aus „Vampire Diaries“) oder Robert Pattinson (bekannt aus „Twilight“) vor, doch das Casting ergab ein völlig anderes Ergebnis. Der Aufschrei in der digitalen Welt ließ nach der ersten Nachricht von Charlie Hunnam als Grey nicht lange auf sich warten. Proteste und Petitionen wurden ins Leben gerufen. Hunnam musste sich als „zu fett“ beschimpfen lassen, auch Dakota Johnson erhielt nicht gerade viel Zuspruch. Drohbriefe überschatteten die erste Freude auf die Verfilmung.

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Wogen bis 2015 wieder glätten, oder ob mit einer weiteren Umbesetzung zu rechnen ist. Das Buch ist ohne Umschweife zu empfehlen. Wer sich noch nicht mit genug Lesestoff für die Weihnachtsfeiertage eingedeckt hat, sollte dringend einen Abstecher in den nächsten Buchladen machen oder einfach unten zum Shoppen auf die Bilder klicken.
 

 

Fotos: Universal Picures, Amazon


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