Gesichtsreinigung mit Mizellenwasser: Wie gut ist das Wundermittel wirklich?

Gesichtsreinigung mit Mizellenwasser: Wie gut ist das Wundermittel wirklich?

Ein Wisch und alles weg

Gesichtsreinigung mit Mizellenwasser: Wie gut ist das Wundermittel wirklich?

Wir kennen es alle: Obwohl wir uns abends gründlich abgeschminkt haben, blinzeln uns am nächsten Morgen schwarze Panda-Augen im Spiegel an. Dank Mizellenwasser sollen die ab jetzt der Vergangenheit angehören. Es soll die Haut porentief und rückstandslos reinigen und das ganz ohne Drücken und Reiben. Aber was kann das Wundermittel wirklich?

Mizellen: Was sind das eigentlich?

Mizellen werden ab einer bestimmten Konzentration (Critical Micelle Concentration) in Tensiden (waschaktive Substanden genannt) gebildet. Es einsteht eine klitzekleine Kugel aus einzelnen Stecknadeln. Und wie geht das?

Wenn längliche Moleküle, die auf der einen Seite unpolar (wasserabweisend) und auf der anderen Seite polar (wasserfreundlich) sind, in Wasser gegeben werden, richten sich die „Nadelköpfe“ zu den herumliegenden Wassermolekülen nach außen. Die fettfreundlichen „Nadelspitzen“ legen sich in der Mitte zusammen. Die innenliegenden Spitzen fangen Schmutzpartikel ein. Das liegt an der Kraft der Ladung, die dafür sorgt, dass sich fettige Partikel im Wasser anziehen – so wie ein „Schmutzmagnet“.

Diese Funktionsweise wird unter anderem bei herkömmlicher Seife verwendet. Auch hier gibt es wasserabweisende und wasserfreundliche Bestandteile.
 Bei gängigen Reinigungswassern ist die Konzentration der Tenside nicht hoch genug, um Mizellen zu bilden.

Also Seife 2.0?

Das Prinzip gibt es schon lange, doch die Moleküle im Mizellenwasser wurden neu entwickelt und patentiert. Sie können besonders stark fettlösend wirken. In der Industrie nutzt man sie zum Beispiel, um Stoffe zu entfernen, die man eigentlich gar nicht entfernen kann. Klingt vielversprechend, finden wir.

Wirkt das Wundermittel?

Ja, Mizellenwasser reinigt unsere Haut gründlich. Es dringt tiefer als andere Reinigungswasser in die äußerste Hautschicht (Epidermis) ein. Das ist auf der einen Seite super, auf der anderen Seite bringt es ein Risiko mit sich.

Denn alles, was sonst noch in unserem Mizellenwasser enthalten ist, kann somit in die Haut eindringen. Das können von Parabenen, über Nano-Partikel, bis hin zu synthetischen Stoffen viele unterschiedliche Dinge sein. Die sind dafür verantwortlich, dass unsere Haut empfänglicher für Schmutz, Abgase und anderen Umweltdreck ist.


Wir empfehlen dir daher: Such dir ein möglichst natürliches Mizellenwasser mit pflanzlichen Tensiden aus Zucker oder Kokosfett aus.
 Achte darauf, ob du ein parfümhaltiges oder -freies Mizellenwasser besser verträgst. Das ist gesünder für dich und für deine Umwelt. Die Auswahl ist inzwischen riesengroß, deshalb haben wir dir drei unbedenkliche Öko-Test-Empfehlungen ausgesucht, die mit der Note sehr gut abgeschnitten haben:

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Melvita Nectar de Roses Eau Fraiche Micellaire | 400ml | EUR 25,04

Wie trage ich meine Reinigung auf?

Dein Mizellenwasser trägst du am besten mit einem Wattepad sowohl morgens vor dem Schminken als auch abends zur Reinigung auf. Dabei kannst du ganz sanft vorgehen und auch deinen Hals oder das Dekolleté miteinbeziehen. Wir empfehlen dir nach dem Abschminken deine Haut immer mit einer Feuchtigkeitscreme zu pflegen.

Und unser Fazit?

Mizellenwasser ersetzt die Feuchtigkeitspflege nicht und bei wasserfestem Mascara brauchst du vielleicht ein wenig länger, aber das Wundermittel hält, was es verspricht: Kein Reiben, keine Rückstände und keine müden Panda-Augen mehr morgens im Spiegel.

 

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Gesichtsreinigung mit Mizellenwasser

 
Fotos: 2mmedia / stock.adobe.com; PR / amazon

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