Acryl, Gel oder Shellack? Der große Maniküre-Vergleich

Acryl, Gel oder Shellack? Der große Maniküre-Vergleich

Vor- & Nachteile

Acryl, Gel oder Shellack?  Der große Maniküre-Vergleich

Kleidungsstil, Frisur, Accessoires – viele Frauen nutzen ihr Äußeres als Ausdruck ihrer Persönlichkeit. Dazu gehört auch eine typgerechte Maniküre. Häufig fällt die Wahl dabei auf haltbare künstliche Nägel. Egal ob schlicht oder ausgefallen, self-made oder vom Profi – es gibt für jeden Typ und jedes Bedürfnis das richtige Nail-Art. Um dir die Auswahl zu erleichtern, haben wir ihn gewagt: den großen Maniküre-Vergleich.

Der Klassiker: Gelnägel

Gelnägel haben die längste Tradition unter den Maniküre-Arten. Für eine Neumodellage wird ein Base Coat auf die angerauten Naturnägel aufgetragen. Danach folgen die gewünschte Nagellackfarbe und als Finish der Top Coat. Zwischen den Schritten härtet der Lack jeweils für zwei bis drei Minuten unter UV-Licht. Etwa eine bis anderthalb Stunden dauert die Maniküre, dann kann Frau sich für drei bis vier Wochen über schöne Nägel freuen. Nach dieser Zeit sollte bei einem Refill die Lücke aufgefüllt werden, die durch den nachwachsenden Nagel entsteht. Das ist wichtig, denn durch die härtere Struktur des Gelnagels ist es sehr schmerzhaft, wenn dieser abbricht.

Im Nagelstudio sorgt ein Profi für ein neues Design oder die passende Länge. Für Mutige gibt es das nötige Handwerkszeug zum Nachfüllen online oder im Fachhandel. Selbst entfernen solltest du den Kunstnagel aber nicht. Dazu sind spezielle Fräser oder Nagelfeilen nötig, welche die Lackschichten nacheinander abtragen, um den Naturnagel nicht zu verletzen.

Wer mit einer Nagelverlängerung liebäugelt, ist mit Gelnägeln richtig beraten. Egal ob Tip-Modellage, bei der mit Kleber eine künstliche Nagelspitze angebracht wird, oder die Schablonen-Technik, bei der die Nagelspitzen durch Schablonen mit Gel modelliert werden: das Nail-Art ist haltbar und stabil.

Durch den Aufwand sind Gelnägel allerdings teurer als andere künstliche Nägel. Risse selbst zu reparieren ist schwer und kann besonders bei häufiger Anwendung zu Schäden am Nagel führen.

Der Haltbare: Acrylnägel

Um Acrylnägel richtig aufzutragen, braucht es ein sicheres Händchen: Das Gemisch aus flüssigen Monomeren und trockenen Polymeren trocknet an der Luft sehr schnell. Einmal gehärtet, ist das Acrylat stabiler als Gelnägel. Dadurch kann es dünner aufgetragen werden und sieht natürlicher aus. Die ein- bis zweistündige Neumodellage hat ihre Tücken, weshalb ein Besuch im Nagelstudio sich empfiehlt. Die Gestaltung ist sehr vielseitig, denn Acrylnägel eignen sich sowohl dafür, den Naturnagel nur zu überdecken, als auch für eine Verlängerung. Die harte Acrylschicht auf den Nägeln schützt diese und ermöglicht es, normalen Lack darüber aufzutragen.

Eine Maniküre hält zwischen drei und vier Wochen. In dieser Zeit sind die Nägel hart und robust – bestens für ausgefallene Nagelkunst vorbereitet. Sollte trotzdem ein Riss entstehen, können Acrylnägel relativ problemlos zu Hause repariert werden. Ebenso leicht ist es, die Kunstnägel selbst zu entfernen: Einfach die obere Lackschicht abfeilen und dann mit Aceton ablösen.

Wer empfindliche Hände oder Nägel hat, sollte besser auf Acryl verzichten – auf Dauer schwächt die Anwendung den natürlichen Nagel. Auch können Risse in dem sehr harten Material unter Umständen das Nagelbett verletzen.

Der Neuling: Shellack

Die neueste Variante der Maniküre verschönert seit 2010 die Hände der Welt. Seitdem ist der Siegeszug von Shellack nicht mehr aufzuhalten. Kein Wunder, denn die Mischung aus Acryl und Cellulosenitrat ist einfach anwendbar und hält länger als normaler Nagellack.

Auf die gereinigten und in Form gefeilten Nägel wird zuerst der Basislack aufgetragen, gefolgt von zwei Schichten Farblack und dem Überlack. Die Schichten härten je nach Lampe 30 bis 120 Sekunden. Nach der Maniküre haben die Nägel etwa 2-3 Wochen lang einen schönen Glanz, sind widerstandsfähig und kratzfest. Die dünn aufgetragen Schichten wirken natürlich, sind aber stabil, sodass Splittern kein Problem mehr darstellt.

Vor der Anwendung wird wenig Eigennagel abgefeilt, sodass die Nägel gesünder sind. Die Maniküre eignet sich für Frauen mit kleinerem Geldbeutel und vollem Terminkalender, denn sie ist schneller und günstiger als andere Varianten.

Für empfindliche Hände oder verletzte Nagelbetten ist Shellack nicht geeignet. Den Kunstnagel zu entfernen, ist nicht so einfach wie bei Acrylnägeln. Dazu braucht es einen Nagellackentferner auf Acetonbasis, der nicht zu oft verwendet werden sollte – er trocknet Nägel und Hände aus.

Das richtige Handwerkszeug

Fazit: Die eine Super-Maniküre gibt es nicht. Wie bei allen Styling-Fragen kommt es auf Typ und Geschmack an. Willst du deine Nägel verlängern, sind Gelnägel die richtige Wahl. Wenn du sehr brüchige Nägel hast, kann Acryl helfen, diese zu stabilisieren. Shellack eignet sich besonders bei kürzeren Nägeln.

Viel hängt von der Struktur deiner Nägel ab. Nimm dir die Zeit und lass dich von einer Expertin beraten. Dabei kannst du das Nagelstudio in Augenschein nehmen. Desinfizieren die Angestellten ihre Hände und die ihrer Kundinnen? Tragen sie Latexhandschuhe und Mundschutz? All das sind Indikatoren dafür, wie groß Hygiene geschrieben wird.

Wenn du das richtige Studio und die beste Anwendung für dich gefunden hast, solltest du besonders auf die Pflege deiner Hände achten. Nagelöle und Handcreme tragen dazu bei, das beanspruchte Nagelbett zart und gesund zu halten. So bleibt dein Nail-Art trotz Alltagsstress lange gepflegt.

 

Foto: olllinka2 / stock.adobe.com

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